Überschüssigen Weihnachtsballast wollen Sie bei Ebay Kleinanzeigen & Co. verticken? Dann hüten Sie sich vor dieser aktuell besonders häufigen Betrugsmasche!
Das Weihnachtsfest ist vorbei und unterm Baum lagen wieder mal allerhand Dinge, die Sie eigentlich gar nicht haben wollten? Kein Problem, über Annoncen-Portale wie Ebay Kleinanzeigen machen Sie den überschüssigen Krempel zu Geld – wenn Sie sich nicht übers Ohr hauen lassen. Das Risiko dafür ist dieser Tage wieder einmal besonders groß. Das berichtet unter anderem T-Online.de unter Berufung auf das Landeskriminalamt Niedersachsen. Demnach sorgt gegenwärtig vor allem ein besonders fieser Trick dafür, dass Verkäufer Geld verlieren, anstatt es zu verdienen.
Die Masche ist nicht neu, taucht aber immer wieder in leicht abgewandelter Form auf. Wie so oft, beginnt alles ganz harmlos. Ein vermeintlicher Käufer nimmt mit dem Anbieter einer Ware Kontakt auf. Meist handelt es sich bei der um sperrige oder besonders schwere Objekte wie etwa ein E-Bike, ein Möbelstück oder gar ein Auto. Der angebliche Interessent erkundigt sich freundlich über Zustand und Preis des gehandelten Gegenstands, stimmt dann einem Kauf zu und lässt sich die Zahlungsdaten geben. Jetzt beginnt der Betrug.

Verkäufer soll Transport bezahlen

Unter Angabe unterschiedlichster Gründe erklärt der Käufer, dass er die Ware nicht persönlich abholen könne. Mal gibt er vor, sich im Ausland zu befinden, mal hat er einfach kein geeignetes Transportmittel zur Hand. Er möchte die Ware deshalb von einem Transportdienst oder einer Spedition abholen lassen. Das ist bis zu diesem Punkt alles durchaus noch plausibel. Jedoch bittet der als Käufer getarnte Verbrecher den Warenanbieter nun darum, die Bezahlung für das Transportunternehmen zu übernehmen, und teilt seinem Opfer auch gleich die passende Bankverbindung mit.
Er selbst behauptet, dem Verkäufer das Geld für die Transportkosten gemeinsam mit dem für die Ware zu überweisen – und tritt scheinbar den Beweis an. Der Verkäufer erhält eine E-Mail-Bestätigung eines Bezahldiensts wie PayPal oder einer ausländischen Bank. Die informiert ihn darüber, dass der Käufer soeben den Warenpreis inklusive der Mehrkosten für den Transport überwiesen hat und das Geld freigegeben werde, sobald die Speditionskosten gezahlt wurden. Überweist der Verkäufer nun den geforderten Betrag an das vermeintliche Transportunternehmen, ist sein Geld futsch.

Gefälschte E-Mails

Der Grund: Die per E-Mail erhaltene Geldeingangsbestätigung sowie eventuelle Benachrichtigungen vom Transportunternehmen sind gefälscht. Der Käufer hat nichts überwiesen. Stattdessen hat sein Opfer ihm gerade, ohne es zu ahnen, Geld für ein nicht existierendes Transportunternehmen zukommen lassen. Die dafür veranschlagten Beträge bewegen sich im Bereich von 300 bis 400 Euro. Ist eine Rückbuchung der Überweisung nicht mehr möglich, ist das Geld unwiederbringlich verloren.

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